Diese Klamotten kommen nicht von der Stange

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Diese Klamotten kommen nicht von der Stange

pumphosen queen

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"Hosenkönigin" Kerstin Bauer hat ihre eigene Marke zum Erfolg verholfen.

Die Entscheidung war schwer: Als alleinerziehende Mutter weiter angestellt bleiben, oder das Hobby zum Beruf machen, mit allen Risiken und Nebenwirkungen einer Selbstständigkeit? „Ich war anfangs zurückhaltend“, erzählt Kerstin Bauer über die Zeit vor drei Jahren, als sie ihr Label „Blond! Made in Nürnberg“ endgültig auf den Weg brachte. Doch ihr Lebensgefährte Dado Brkasic war überzeugt: „Wenn schon, dann machen wir es richtig. Kein ,Kerstins Nähstübchen‘, sondern eine richtige Marke. “


Das ist „Blond! Made in Nürnberg“ längst geworden. Im Januar hat Bauer in der Südstadt ihren ersten eigenen Laden mit angeschlossenem Nähatelier eröffnet. Vom Verkaufsraum aus sind die Maschinen zu sehen, Kinder können das Stofflager nach Farben und Mustern durchforsten und aus Hunderten Pumphosen, Röcken oder T-Shirts wählen. Bahnenweise verarbeitet Bauer Prinzessinnen-, Roboter-, Auto- oder Eulendrucke zu Klamotten bis Größe 128.


„Mich hat immer gestört, dass Kinder entweder wie kleine Erwachsene aussehen müssen, die Sachen sehr teuer waren oder aus China kommen“, sagt die 33-Jährige. Alle ihre Stoffe sind mindestens Ökotex-zertifiziert, 80 Prozent tragen das GOTS-Siegel, das Umwelt- und Sozialverträglichkeit in der Herstellung garantiert. „Bio und regional soll sich jeder leisten können“, findet Bauer. „Es nutzt nichts, wenn es am Ende ein Upperclass-Produkt ist.“ Für 19,90 Euro verkauft sie ihre Dauerbrenner, die durch den plustrigen Stoff „mitwachsenden“ Pumphosen. Zu Dutzenden hängen sie an der Stange. „Mit Spaß am Nähen hat das nur noch wenig zu tun, ich denke unternehmerisch“, sagt Bauer. 70 bis 80 Stunden die Woche arbeitet sie für ihr Label, das eine richtige Kleidermanufaktur geworden ist. Unterstützung bekommt sie von ihrer Mutter, von Praktikanten der Modeschule und ihrem Lebensgefährten, der mit ins Geschäft eingestiegen ist. Der Lohn: Pumphosen & Co sind – auch dank des Stands am Christkindlesmarkt – längst über den ganzen Globus verteilt.

Link zum Nürnberger Nachrichten Bericht

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