Trendstation mit ausgefallener Kindermode

pumphosen queen
Diese Klamotten kommen nicht von der Stange
3. Februar 2014
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Trendstation mit ausgefallener Kindermode

nürnberger zeitung

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Mode, Design und Lifestyle - jede Woche stellt die NZ-Redaktion in der Serie "Trendstation" Dinge vor, die das Leben rund um Nürnberg angenehmer machen. Heute: Edel-Handtaschen zum Ausleihen, Textil-Design von Blond! und das Projekt "Kunstpause".

Hinter den unscheinbarsten Mauern verbergen sich immer wieder prächtige Überraschungen. Niemals würde man vermuten, dass sich in einer schlichten Wohnsiedlung ganz im Westen Nürnbergs ein solches Farbenparadies versteckt wie das von Kerstin Bauer. Die 30-jährige alleinerziehende Mutter von vier Kindern hat sich in ihrem Reihenhäuschen ein Mini-Atelier eingerichtet, das keine schneiderischen Wünsche offen lässt. Hier stapeln sich die kunterbunten Stoffballen bis unter die Decke, Entwürfe wie Musterstücke von Kleidern über Stofftiere bis hin zu Babykissen bevölkern die Regale. Meterweise verspielte Zierborten und quietschbunte Garne schmiegen sich an Näh- und Stickmaschinen.


Seit fast zehn Jahren entwirft die Nürnbergerin Klamotten und Accessoires, und nun hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht und das Label „BLOND!“ gegründet. „Irgendwann ist mir aufgefallen, dass es bei allen großen Modeketten für Kinder nur noch Sachen mit Totenköpfen oder dieser berühmten Katze drauf zu kaufen gibt, und das finde ich schrecklich!“ Also begann Bauer ihre Passion, indem sie Kleider für ihre Töchter nähte. Die das ganz und gar vorzüglich finden und mit Stolz Mamas Sachen im Kindergarten tragen.


Und so ist das auch gedacht: „Alle meine Produkte sind so kindgerecht hergestellt, dass man mit ihnen herumtoben und auf Bäume klettern kann. Das sollen gar keine Sonntagsklamotten sein“, sagt Kerstin Bauer.


Doch ihre Palette beschränkt sich nicht nur auf Kinderkleidung, sondern ist vielfältig: Dirndl entstehen hier genauso in liebevoller Handarbeit wie Geldbeutel, Schultüten, Taschen oder Armbänder für Uhren. Auf Märkten wie dem Nürnberger Sommerkiosk sind Kerstin Bauers Sachen sehr gefragt: „Gerade in den Kreativvierteln Johannis und Gostenhof sind die Leute ziemlich begeistert.“ Und nicht zuletzt wegen dieser guten Resonanz wagt sie sich in diesem Jahr erstmals mit einem Stand auf die Nürnberger Consumenta.


Bis dahin gibt es viel zu tun: Maßanfertigungen auf Bestellung müssen genauso angefertigt werden wie weitere Stücke für die Kollektion – ein Ding der Unmöglichkeit, wären da nicht Oma und Opa, die sich um den Nachwuchs kümmern. In dem Dreigenerationenhaushalt helfen alle kräftig zusammen, damit Mama bald nicht mehr ihr Schlafzimmer jeden Abend von Dinkelspelzen (die als Kissenfüllung dienen) befreien muss, sondern sich einen eigenen kleinen Laden leisten kann, in dem dann vielleicht auch ihre Kurse stattfinden können.

Link zum Nürnberger Zeitung Bericht

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